Jahreskonzert war ein voller Erfolg

Mit ihrem Jahreskonzert begeisterte die Jugendblaskapelle St. Georg wieder einmal ihr Publikum, bot einen knapp dreistündigen musikalischen Kunstgenuss. Einleitend blickte Vorsitzender Klaus Nemeth auf zwei bewegte Jahre zurück: „Viele ältere und erfahrene Musiker haben uns verlassen, und zum letzten Jahreswechsel gab es dann auch noch einen Dirigentenwechsel.“ Miroslaw Zgrzendek habe den Dirigentenstab übernommen, sagte Nemeth, „und er hat einen tollen Job gemacht, für heute ein wirklich hörenswertes Programm zusammengestellt und eingeübt, um Ihnen einen schönen Abend zu bieten.“

Und Nemeth hatte nicht zu viel versprochen. Mit dem „swingenden“ Konzertmarsch „Them Brasses“ des amerikanischen Komponisten Getty H. Huffine – „einem Marsch, in dem die Bässe stets die Melodie spielen“ – ging das Orchester unter Stabführung von Zgrzendek gleich in die Vollen. Mit der gemütlichen Konzertpolka „schöne Serenade“ aus der Feder des tschechischen Komponisten Karel Kohout, die auch als „Sehnsuchtspolka“ bekannt ist, stimmte das Orchester weiter auf einen Konzertabend ein, bei dem auch Solistinnen und Solisten brillierten. So Wolfgang Fischer, Manuel Kraus und David Meier, die Moderator Klaus Nemeth als Solisten auf den Tenorhörnern beim ländlichen Walzer „Drei fidele Solisten“ des deutschen Dirigenten, Komponisten und Arrangeur Walter Tuschla ankündigte. Mehr als 400 Musikstücke habe Tuschla geschrieben, wusste Nemeth. Ab 1960 reiste Tuschla auch ein Jahrzehnt als Posaunist bei Ernst Mosch mit seinen Original Egerländern um die Welt. Virtuos, ja perfekt brillierte beim nachfolgenden „Csárdás“ des italienischen Violinvirtuosen und Komponisten Vittorio Monti Solistin Mirela Zgrzendek mit der Klarinette. Die charakteristischen Tempo-Wechsel versetzten das Publikum ins Land der Magyaren. Auch als Sänger bewiesen sich die jungen Musikerinnen und Musiker beim bekannten „Deutschmeister Regimentsmarsch“ von Wilhelm August Jurack. Sie brachten das begeisterte Publikum zum Mitsingen und entließen sie zu „einem süffigen Bier, einem (oder zwei) leckeren Gläschen Sekt und knusprigen Brezen“ in die Pause. Zum zweiten Teil des Programms marschierten die Soli-Register bei der „Na Sale-Polka“ von Jan Slabak auf die Bühne und brachten Stimmung in den Saal. Mit dem Soundtrack aus den Filmen „Fluch der Karibik“ zog „der wilde Haufen“ auf der Bühne unter seinem „Dompteur“ Miroslaw Zgrzendek die Zuhörer in seinen Bann und brachte sie beim „Gefangenenchor“ aus Guiseppe Verdis Oper Nabucco zum Mitsingen. Von Elton John stammten alle Lieder eines Medleys der schönsten Melodien aus dem Film „Der König der Löwen“: „Can You Feel the Love Tonight,“ „Circle of Live“ und „Hakuna Matata“ erklangen. Mit dem „Türkischen Marsch“ aus Ludwig van Beethovens Zwischenmusik zum Schauspiel „Die Ruinen von Athen“ rundete die Jugendblaskapelle das hervorragende Programm ab. Sie kam jedoch ohne Zugaben nicht von der Bühne. So erklangen der „von der Tann-Marsch“ unter der Stabführung von Ehrendirigent Peter Feldmeier und das Stück „The Rose“, das Amanda McBroom für den gleichnamigen Film schrieb. Mit der „Bayernhymne“ schloss zu später Stunde ein Konzertabend, der den Zuhörern noch lange in Erinnerung bleiben wird.